Wer braucht schon ein Elektrofahrrad?

Ich fahre leidenschaftlich gern mit dem Rad. Immer schon in der Stadt. Lange schon am Land. Seit heuer auch regelmäßig zwischen Land und Stadt. Mein Weg von zuhause ins Büro: 25km inkl. einem knackigen Hügel zum Aufwärmen gleich zu Beginn.

Vor kurzem noch kamen mir die rund 60 Minuten am Rad schier endlos vor. Eine große – meist auch mentale – Herausforderung. Heute freue ich mich schon auf morgen, wenn ich wieder im Sattel bin. Wenn ich mir eine Stunde am Weg ins Büro Zeit nehmen kann, ganz entspannt meine Gedanken um wichtige Themen kreisen zu lassen. Zu urbaner Mobilität zum Beispiel ; ) Ich erinnere mich gut an meine Zeit in Wien. Unzählige Male durchquerte ich zwischen Wohnung und Büro zu Fuß den ersten Bezirk. Oft hatte ich mich gefragt, wie es in Wien wohl war, als die ganze Innenstadt autofrei war. Auch wenn uns das heute unvorstellbar fern erscheint. Politisch nicht umsetzbar. Es wäre doch eine einfache Entscheidung, wenn wir den inneren Schweinehund der Gesellschaft überwinden würden.

Fast wie beim Radfahren bei mir. Früher war er sehr präsent – der innere Schweinehund. Bis ich angefangen hatte, es einfach mal zu probieren. Bei schönem Wetter. Einfach mal ganz bewusst zu verzichten auf das Auto, auf den Zug, auf die Straßenbahn. Nicht wegen eines schlechten Gewissens. Und nicht weil ich das ablehne. Das sind wichtige Optionen auf meinen Wegen, für die ich mich dann auch gerne entscheide.

Mittlerweile verzichte ich zugunsten einer attraktiveren Option – ich entscheide mich für das Radfahren, für die Bewegung, für die frische Luft, für das unmittelbare Erleben, für die inspirierende Trance. Hinzu-Motivation nennt man das. Entsteht aber erst, wenn du das Radfahren zu einer Gewohnheit gemacht hat. Erhöhte Gesundheit, Fitness und den Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil bekommst du dann einfach so dazu – das muss man eben in Kauf nehmen ; )

Und genau da wird wohl das Elektrorad interessant. Es nimmt dir gleich ein paar Ausreden (zu anstrengend, da bin ich ja gleich verschwitzt, ich hab ja einen Hügel zu fahren, etc.). Hilft den inneren Schweinehund abzuhängen. Macht das Radfahren trendig. Es macht es dir leichter, damit anzufangen. Und eine neue Gewohnheit zu entwickeln.

Dieser Beitrag entstand im Zuge der Blogparade des Ökoenergie-Blog zum Thema Urbane Mobilität.

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2 Kommentare

  1. Erstellt am 10. Februar 2012 um 21:37 | Permanent-Link

    Man kann das jetzt tiefgründig Analysieren, oder einfach fahren. Natürlich funktioniert es altherkömmlich mit der Rad (ohne “e”) zu fahren, etwas Zurückhltung beim Hinweg und G’wand zum Wechseln helfen beim unverschwitztem Dienstantritt.

    Mit dem ebike wird’s aber tatsächlich viel angenehmer, auch wenn der Antritt nicht ganz so sportlich ist.

  2. Erstellt am 13. Februar 2012 um 10:18 | Permanent-Link

    Danke für den Kommentar. Ja, genau. Zweifelsfrei wird’s mit dem E-Bike bequemer. Das heb ich mir für die Zeiten auf, wo ich das dann auch brauch ; )

    lg
    Johannes

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